Unser SchnellSchuss
vom 25.12.25
Aautoritäre Erziehung: Lebenshilfe ohne Zwang
1920 gründete A.S. Neill in Summerhill seine Reformschule, in der sich Schülerinnen und Schüler frei von Zwang auf ein Leben nach der Schule vorbereiten sollten. Das funktionierte schon damals und funktioniert auch heute noch. Nicht bei allen Schülerinnen und Schülern gleich gut, aber für die Mehrzahl mit mindestens befriedigendem Erfolg. Schülerinnen und Schüler konnten und können in Summerhill selbst entscheiden, wann und was sie lernen wollen. Die Lehrerinnen und Lehrer versuchen, die Schülerinnen und Schüler vom Sinn und Nutzen einer „education“ zu überzeugen. In Deutschland sind es unter anderen die „WaldorfSchulen“, die den Regeln einer vom Zwang befreiten Erziehung folgen. Die Forderung nach einer „befreiten“ Schule nahm in der turbulenten Zeit Ende der sechziger Jahre in deutschen Landen Fahrt auf und bestimmte die ReformDiskussion der siebziger Jahre. Die BildungsReformer propagierten das Summerhill-SchulKonzept als Voraussetzung für eine anzustrebende „antiautoritäre“ Erziehung. Das war, mindestens, ein Sprachfehler. „Aautoritär“ wäre die korrekte Bezeichnung gewesen.
Antiautoritäre Erziehung: In der Schule die Revolution üben
Eine“aautoritäre“ Erziehung bedeutet eine Erziehung ohne Zwang und Gewalt. Die „antiautoritäre“ Erziehung will den Schülerinnen und Schüler vermitteln, dass sie sich in den Kampf gegen die Autoritäten, wo auch immer diese Gewalt ausüben, einreihen. „Man muss sich nur wehren“, sangen die Kinder in den KinderLäden in Berlin – genauer: in Westberlin – , dann würde alle Unterdrückung in der Gesellschaft verschwinden. Viele der Eltern, die das Konzept von Summerhill für ihren Nachwuchs gut fanden, schlossen sich der Bewegung der antiautoritären Erziehung an und die Politik zog nach. Erst in der Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern an Hochschulen und Universitäten, dann in der Schulverwaltung, zuletzt in der SchulPolitk. So marschierte die antiautoritäre Bewegung durch die Institutionen des Staates und dominiert heute die vierte Staats“Gewalt“, das öffentliche BildungsWesen und die staatlichen Medien. Der Marsch durch die Institutionen war für die Marschierer erfolgreich. Die klassische Erziehung zum „Guten, Wahren und Schönen“ ist auf der Strecke geblieben.
